Das ist die Schule "makemba academy", die unsere Kinder besuchen: weniger als 200 Kinder, 18 Lehrer. Diese Schule hat Maren vor einiger Zeit ins Leben gerufen. Warum? Wieso? Nun, ihre Geschichte ist schnell erzählt ...
Maren, eine sehr gut verdienende Deutsche, machte vor rund 20 Jahren, wie viele andere einen all-inclusive Urlaub in Kenya, am diani beach. Nun, so far so well. Sie sah jeden Abend das volle Buffet, das trotz vieler schlingender Urlauber nicht leer zu kriegen war, und sie fragte sich, was mit dem Essen passierte. Sie erkundigte sich bei der Hotelleitung und erfuhr, das Essen würde zu Bedürftigen gebracht. So, hier würde die Geschichte von einem ganz normalen Menschen auch schon wieder enden... Nur nicht bei Maren.
Sie fragte weiter, zu welcher Organisation, wohin genau wird das Essen gebracht. Da kamen dann recht vage Angaben. Spätestens hier würde ein normaler Mensch dann es sein lassen ... Nicht Maren. Sie beobachtete, wann und wo das Essen abgeholt wurde, mietete sich ein Auto und fuhr dem Lastauto hinterher.
Und am Ziel angekommen, sah sie wie das Essen alles auf einen Haufen zusammen geschmissen wurde und so an Kinder ausgeteilt wurde. Sie sagte, es glich einer Schweinefütterung. Es war ein Schock für sie. Sie dachte nur, "das kann man doch anders machen." Und sie machte es anders : sie gründete ein Waisenhaus.
Alsbald suchte sie für ihre Kinder eine Schule und merkte bald, dass sie schlecht lernten. Bei 140 Kindern pro Klasse ist das auch fast nicht anders zu erwarten. Der Lehrer wusste nach 3 Monaten noch immer nicht, welche Kinder in seiner Klasse waren. Auch irgendwie zu verstehen ... Maren heuerte Nachhilfelehrer an, die den Stoff mit ihren Kindern lernten. Irgendwann hatte sie dann 8 fixe Nachhilfelehrer und dachte sich, warum mach ich nicht gleich eine Schule auf? Und genau das machte sie auch.
Das ist das Lehrerzimmer:
Ossi und ich besuchten die Klassenzimmer. Sie sind alle bunt gehalten, freundliche Lehrer und fröhliche Kinder - Klassenmaximalzahl :20.
Marens Schule würde dringend englische Bücher benötigen. Die Einfuhrgebühren (auch bei Amazon) sind so hoch, dass jedes Buch auf über Euro 60 kommen würde. Ein Satz von Maren wird mir in Erinnerung bleiben :"die Kinder hier besitzen keine Bücher. Es ist für ein Kind schon etwas ganz Besonderes, wenn es ein Buch für einen ganzen Tag ausborgen darf."
Manchesmal trifft man besondere Menschen, die einfach den Mut haben, Dinge zu hinterfragen und sich nicht von bequemen Antworten abschasseln lassen, Menschen die den Mut haben, Dinge zu ändern, Menschen, die eine Vorstellung von einer besseren Welt haben. Ich ziehe meinen Hut.






