Ich hatte heuer geplant, einen Ausflug mit allen Amadeus Teenager zu organisieren. Es sind 16 Kinder mit 3 Erwachsenen: Matron, Martin und ich. Meine Wahl fiel auf Funzi Island, das auch nicht sehr weit entfernt ist, und die Kosten hielten sich auch in Grenzen. Danke an Elisabeth, die mir beim Finalisieren des Ausflugs sehr behilflich war. Die Tagespunkte waren: 7.30h ein gemieteter Bus holt alle Amadeus Leute ab. Dann fahren wir 1 Stunde die Küste gen Süden entlang. Dort nimmt uns ein guide in Empfang und macht mit uns eine Bootsfahrt und wir halten nach Krokodilen Ausschau. Danach chillen wir auf einer Sandbank. Anschließend gibt es für uns ein Mittagessen mit allerlei seafood Spezialitäten. Zum Abschluss werden wir einen Rundgang in dem dortigen Dorf machen, wo es weder Straßen noch Elektrizität gibt. Schließlich fahren wir mit wunderschönen Erinnerungen nach Hause zurück.

Als Martin und ich um 7.30h vor dem Amadeus Tor "Asubuhi njema" riefen, war uns sofort klar: die teenies waren schon seit Stunden wach mit Vorfreude und hatten sich herausgeputzt: von top to toe war ihr Outfit abgestimmt - Schuhe, Tasche, Sonnenbrille, Haarbänder, Hosen, Röcke, Shirts....Bei den meisten hätte man meinen können, sie entsprangen einem Modekatalog. Tja, da sieht man, dass sie auf ihr Äußeres achten und Kleidung zu schätzen wissen! Sehr Vieles davon erkannte ich aus den Koffern wieder, die ich mitgebracht hatte. Auch Matron hatte sich fein gemacht- ja, Kleidung unterstreicht Anlässe; und dieser Anlass war für die Amadeus Familie wichtig: es war ein Familienausflug.





Im geräumigen Bus fanden wir alle bequem Platz und fuhren damit eine Stunde zu Funzi Island. Dort bestiegen wir 2 Boote und begaben uns auf eine Rundfahrt. Die Teenies liebten das: sie winkten einander immer zu, lachten, hatten großen Spaß! Und dann entlang der großwurzeligen Gewächse am Flussbett sahen wir sogar ein Krokodil vorbeischwimmen, der uns kurzfristig seine Augen sehen ließ, bevor er wieder abtauchte. Eines war klar: keiner von uns durfte die Hände ins Wasser stecken....
Wir kamen dann zu einer Sandbank und relaxten dort. Es war so schön, zu sehen, wie unsere Teenies diese Zeit miteinander- einmal fern von Amadeus, aber doch gemeinsam - genossen. Sie schlugen Räder im Sand, ließen sich im Sand begraben, sammelten Seesterne, bespritzten sich mit Wasser, machten Fotos von und miteinander und hatten eine großartige Zeit! Und ich....gönnte mir eine Kokosnuss! 😀
Danach war es Zeit, ans Mittagessen zu denken. Den Koch (mpishi), der für uns alles bereitete, hatten wir mit dem Boot davor bei dem Privathaus abgesetzt, wo er 3 Stunden Zeit hatte, Essen für all unsere hungrigen Mäuler zu kochen.
Und dann war es soweit: wir fuhren mit den Booten zu dem Privatpavillon und fanden eine schön gedeckte Tafel vor. Zur Vorspeise gab es Hummer und Krebse. Als Hauptspeise wurde frischer Fisch mit Reis, Erdäpfel und Tomatensalat serviert. Was soll ich sagen: köstlich!!!!
Was heranwachsende Teenies verzehren können, ist auch in Kenya überwältigend! Unsere Amadeus Teenies nahmen sich zumindest 3x nach und luden sich Berge von Reis auf ihren Tellern. Bei der Vorspeise waren ein paar wenige vorsichtig, da sie nicht wirklich wussten, wie man Krebse und Hummer verspeist. Da kam natürlich Martin, der ja auch Koch ist, zur Hilfe und zeigte ihnen den Gebrauch der Werkzeuge, um an das frische Fleisch der Meeresgetiere zu gelangen.











Nachdem sich alle ihre Bäuche vollgeschlagen hatten - der Koch musste immer mehr und mehr nachbringen, bis wirklich alle satt waren - machte unser guide eine spannende Führung durch das einheimische Dorf mit uns. Wir erfuhren viel über 2000 Jahre alte Baobab-Bäume, die Gepflogenheiten der Einwohner - die ansässigen Frauen ließen uns auch ihre Produkte bestaunen - und wie man ohne Elektrizität auskommt...doch konnten wir auch Solarpanels in den Strohdächern erkennen und eine wohlhabende Familie hatte auch eine Sarelittenschüssel am Dach....
Müde und glücklich stiegen wir in den Bus und fuhren wieder nach Hause - ins Amadeus Teenagers' Home! Und wer weiß, vielleicht träumte der eine oder andere Teenie vom Krokodil, das uns neugierig ansah....es war schließlich das erste Mal in ihrem Leben, dass sie ein Krokodil live sahen! 😀