Da unsere Kinder den Ausflug nach Funzi Island im letzten Jahr so genossen hatten, so wollten wir heuer wieder einen tollen Tag zusammen begehen: Shimba Hills!
Shimba Hills ist nur eine Autofahrtstunde von Amadeus entfernt. Ich hatte 2 Safari- Jeeps und 1 Safari-Bus organisiert. Einen Treffpunkt mit den Fahrern auszumachen, ist immer schwierig: wie erklären, wo unser Children's Home liegt? Es gibt ja keine Straßennamen im Busch... Somit macht man sich einen Treffpunkt auf der Hauptstrasse aus. Und genauso war es. Um 6.30h war unser Treffpunkt an der einen Biegung, wo man dann hineinfährt Richtung Amadeus und dann noch zirka 15 Minuten fahren muss, um zum Heim zu kommen. Was ich bei diesem Treffpunkt nicht bedacht hatte, war, dass es ein Affentreffpunkt ist. Ich fuhr mit dem Auto zum Treffpunkt und sollte dort mit einem Schild " Amadeus Children's Home" stehen, damit mich die Safari-Fahrer erkennen.... Aber große Männer-Affen blockierten das Auto. Einer sprang auf das Dach. Ossi, der mit mir gekommen war, hatte fast einen Herzinfarkt! Ich hatte auch Bammel auszusteigen. Nach 10 Minuten, die sich anfühlten wie 30 Minuten, sah ich nur mehr kleine Kinder-Affen, die den Erwachsenen-Affen hinterher liefen zur gegenüber liegenden Straßenseite in Richtung Meer.
Somit stieg ich mutig aus und dann kamen die Jeeps auch schon. Und eines war klar: in solchen Jeeps hattten meine Amadeus Kids noch nie gefahren!
Shimba Hills ist ein Rainforest und keine Savanne wie die Masai Mara. Man kann also nicht erwarten, so viele Wildtiere zu sehen. Und trotzdem sahen wir Antilopen, Impalas, große Eidechsen und Zebras.
Aber die Hauptattraktion dort ist der Shendrick Waterfall. Man geht 2,5km einen steilen Weg hinunter, um zu dieser Oase zu gelangen. In einem Art Teich sammelt sich dort das Wasser und man kann dort schwimmen und plantschen. Was für ein Spaß für unsere Teenies!!! Über eine Stunde verbrachten wir dort im paradiesischen Nass und hatten jede Menge Spaß!
Danach hatten wir einen 2,5km Anstieg zu bewältigen, um zum Ausgangspunkt zurück zu gelangen. Ich half Matron, die mit ihren Hüften zu kämpfen hatte. Sie hätte es sich aber um keinen Preis nehmen lassen, diesen Hotspot zu verpassen.
Danach fuhren wir zur Rainforest Lodge zu einen Mittagessen, das ich zuvor gebucht hatte. Es ist eine authentische Safari-Lodge, die auf Sümpfe und Tümpel gebaut ist und einen einzigartigen Ausblick bietet. Auf Stelzen gebaut, sieht man große Eidechsen sich aalen. Die Kids waren begeistert!
Das Essen, in Form eines Buffets, war hervorragend, wenn auch fast ein wenig knapp bemessen. Es gab Pommes, Reis, Cicken wings, Beef-Eintopf, Spaghetti mit Tomatensauce und als Nachtisch Früchteeinerlei.
Nur hatte der Koch nicht mit 13 verhungerten Teenagern sowie auch 4 hungrigen Erwachsenen gerechnet. Wir hatten um 6h Frühstück und mittlerweile war es 14h.... Nach der 5. Person am Buffet waren die Töpfe leer und ich ein wenig sauer: ein self-service Buffet muss einfach stetig nachgefüllt werden. Verärgert wende ich mich zum Kellner und bitte ihn nachdrücklich, aufzufüllen. Er meinte, es wäre für 17 Leute berechnet! Daraufhin erwidere ich, "Dann stimmt offensichtlich die Berechnung nicht, weil wir sind alle noch hungrig." Nun, es wurde wieder aufgefüllt - peinlich war es mir, denn letztendlich war dieses Gesamtpaket als Safari nicht billig, und ich wollte, dass alle satt werden. Und das wurden wir dann auch. Der Kellner sagte mir dann einen Satz, der mir dann für den restlichen Tag zu denken gab: "Hätte ich gewusst, dass Kenianer und nicht andere Touristen gekommen wären, hätte ich Ugali und Chapatti angeboten." So, was soll das heißen: dass Kenianer nicht auch mal Pommes essen wollen? Dass europäische oder amerikanische Touristen nicht auch mal Ugali probieren sollten? Oder wie? In meinen Augen hat er einfach nicht damit gerechnet, hungrige Teenager abzufüttern: egal von welchem Land! Ossi war nämlich auch hungrig- ich eigentlich auch!
Nach einem weiteren game-drive, fuhren wir beseelt nach Hause. Schon am Nachhauseweg schliefen viele ein - ich auch. Es war so schön und lustig, und nach einer Safari träumt man am Schönsten!!
Und um beim Träumen zu bleiben: Mumo, unser 13-jähriger Jüngster, hat einen Traum: er möchte Koch werden, und in Wien ein Swahili Restaurant eröffnen! Wenn das keine tolle Idee ist: ich werde die erste Runde schmeißen!
Chakula njema! Gutes Swahili Essen in Wien - und genug für alle!




































